Warum du nicht bei allen Menschen beliebt sein musst und dadurch deinen eigenen Stress vermindern kannst.

Artikel teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Wien. Ein lauer und angenehmer Sommerabend im Jahr 2021. Endlich kann man sich wieder treffen, mit Freunden fort gehen, die Abende gemeinsam genießen.

Jetzt fängt die angenehme Zeit des Sommers an.

Es häufen sich die Angebote des Fortgehens. Man freut sich auf viele Menschen, die man schon viel zu lange nicht gesehen hat. 

Aber wahrscheinlich auch nicht auf alle. Und schon gar nicht auf alle in gleicher Intensität.

Sei mal ehrlich: du hast sicher „Freunde“ und „Freunde“. Nicht alle haben den gleichen Stellenwert bei dir. Und es ist normal, dass man nicht mit allen Menschen im Umfeld alle Infos vom eigenen Leben restlos teilen möchte. Es gibt nun mal Freunde, die einem näher stehen. Und andere eben nicht. Und das ist auch gut so.

Mir ist vor ein paar Tagen folgendes passiert: ein Freund, mit dem ich losen Kontakt habe, schreibt in letzter Zeit wieder häufiger. Ich antworte. Tja, das wär es von meiner Seite aus auch schon wieder. 

Dann häufen sich die Nachrichten auf Whatsapp, ich reagiere eher reserviert. Nach 3 Tagen ruft er mich an und fragt, wieso ich so komisch bin und man mir alles aus der Nase rausziehen muss und was ich überhaupt für ein Freund bin.

Naturgemäß bin ich, wenn man mich verbal attackiert, auch gleich mal sehr aufmerksam. So wird es dir vermutlich auch gehen. Aber ich gehe dann auch in einen „Abwehrmodus“, man könnte auch „Verteidigungsmodus“ sagen. Man könnte aber auch sagen: er nervt.

Das ist normale Stressreaktion (Gefahr droht – ich reagiere, indem ich mal das interne Alarmglöckchen läute und werde mal aufmerksamer. Mehr muss im Moment nicht sein). 

Ich sag ihm, dass ich mit ihm nicht meine privatesten Neuigkeiten teilen möchte und ich außerdem zur Zeit recht viel zu tun habe. Deswegen ist mein Fokus auch auf Arbeit ausgerichtet und nicht auf ewiges Tratschen.

Am Telefon merke ich an seiner Stimmlage und Lautstärke, wie er grantig wird. Dann sagt er einen Satz, der mich eine Sekunde lang inne halten lässt: 

„Mit deiner Art und Weise machst du dich aber nicht beliebt“.

Ich schlucke kurz runter. Solche Sätze sitzen dann schon. Und dann ist es auch egal, wer das sagt. Auch wenn das nicht der allerbeste Freund ist. 

Aber gleich darauf sage ich ihm: 

„Ja, das ist so und das ist auch gut so“

Mein Freund ist verdutzt und sagt „na wenn dir das eh alles egal ist, dann können wir das Telefonat auch beenden“. Ich bejahe das und wir verabschieden uns. Ich denk mal, dass das mit ihm erledigt ist. Ich bin richtig froh. Ich werde ihn nicht vermissen. Ist ja nicht bös gemeint, aber er hat keinen hohen Stellenwert in meinem Leben, weil sich bis dato noch keine engere Freundschaft ergeben hat.

Denk jetzt nicht falsch über mich: ich schätze jeden Freund den ich habe. Aber ich stehe nicht allen Menschen/Freunden gleich nahe. So gehts ja jedem von uns. Und ich wollte ihn auch nicht absichtlich beleidigen. 

Aber mal Hand aufs Herz: muss man wirklich mit allen Menschen im Umfeld „best friend“ sein? Die Antwort ist einfach, die Antwort lautet „nein“. Und das ist gut so.

Sei beliebt.

Mass man denn wirklich überall und bei allen Menschen beliebt sein? Nein, das muss man nicht sein. Wer sagt, dass man bei allen Menschen beliebt sein muss? 

Das kann man auch gar nicht. Denn man selbst hat Eigenschaften, Denkweisen, Meinungen und Erkenntnisse, die nicht allen Freunden gleich gut gefallen. Und auch von deinen „engen“ Freunden wird dich der eine oder andere mehr bzw. weniger zu einem bestimmten Thema unterstützen. 

Aber es ist ja nicht das Kriterium einer Freundschaft, dass man auf allen Ebenen eine gemeinsame Meinung hat. Das gibts ja auch gar nicht. 

Achte auf deine Gedanken und Antworten

Es kommt aber auch immer wieder vor, dass bei solchen „Attacken“ (… so machst du dich aber nicht beliebt.) das eigene Gedankenkarussell zu laufen beginnt. 

Was sind eigentlich Gedanken?

Gedanken sind quasi Antworten auf Fragen sowie Fragen allgemein, die du dir stellst (still, eben nur gedacht). Und zwar ständig, immer, 24/7 außer beim Schlafen (da ist das Bewusstsein ausgeschaltet und alles verlegt sich ins Unterbewusstsein). Diesem Thema „Gedanken“ und was sie mit einem machen, werde ich in einem der nächsten Blog-Beiträge mehr Aufmerksam schenken.

Eines schon jetzt: du bist der Herr/die Frau über deine Gedanken. Denke mal an einen schönen Moment. Zum Beispiel im letzten Urlaub, in Österreich, an einem See. Erinnere dich an die angenehmen und tollen Momente. Du wirst dich gut fühlen und positive Emotionen steigen in dir hoch (ebenso wie die entsprechenden Hormone). Aber es kann auch anders laufen.

Sei gespannt auf meinen nächsten Blog-Artikel zu diesem Thema.

Oft sind es die eigenen Gedanken und Glaubenssätze, die dich stressen

Es gibt Sätze und Gedanken, mit denen macht man sich selbst das Leben sehr schwer. Lies dir mal die folgenden drei Aussagen durch:

1.) Für mich ist es wirklich sehr wichtig, dass mich alle Menschen mögen und dass ich mit ihnen gut auskomme.

2.) Ich fühle mich schrecklich, wenn mich Leute kritisieren.

3.) Andere Menschen in meinem Umfeld will ich auf gar keinen Fall enttäuschen.

Was machen diese Sätze mit dir? 

Welche Emotionen lösen sie in dir aus? 

Treffen Sie auf dich zu?

Eine Skala kann hilfreich sein, um sich bestimmten Gedanken bewusster zu werden

Stell‘ dir eine Skala von 0-10 vor. 

Null bedeutet: es trifft überhaupt nicht zu und 10 bedeutet, dass ich bei dir mit diesem Satz voll ins Schwarz treffe.

Je höher die Zahl desto mehr stressen dich diese Aussagen und treffen auf dich zu. Und je mehr sie auf dich zutreffen, desto mehr wirst du gestresst sein, wenn deine Gedanken in deinem Kopf bei dem Satz wie zB. „da machst du dich aber nicht sehr beliebt“ herum kreisen und dein Handeln und Tun beeinflussen. 

Denn wenn du es allem Menschen recht machen willst, wirst du Zeit in Personen und Dinge investieren, die dich gar nicht interessieren und keinen hohen Stellenwert haben. Diese Zeit fehlt dir aber dann für dich und auch für die Menschen, die dir wirklich sehr wertvoll sind.

Was kann hinter diesen eigenen Gedanken stecken?

Im Hintergrund dieser Gedanken steht oftmals ein Bindungsgedanke. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er wo dazu gehören will (Familie, Gruppe, Freundeskreis usw.). 

Menschen sind „Rudeltiere“. Wenn uns die sozialen Kontakte genommen werden beziehungsweise nicht möglich sind, fehlt uns etwas und das spüren wir dann wirklich stark (das kann man sehr gut in der Corona-Pandemie sehen, in der persönliche Kontakte zeitweise komplett untersagt und sogar verboten waren).

Der Mensch sehnt sich nun mal nach Liebe und er will angenommen sein, dazu gehören. Und das ist auch gut so.

Wieso entsteht dann Stress für mich?

Stress kann nun entstehen, wenn diese 3 Beispiel-Sätze und Gedanken zu groß und übermächtig werden. Es ist einfach nicht möglich, dass man es allen Menschen recht macht. Da gibt es auch ein entsprechendes Sprichwort. Und das trifft voll ins Schwarze. 

Es gibt einfach Situationen und Menschen, denen kann man es nicht immer Recht machen und da droht dann Ablehnung und Kritik.

Ich sag dir was: das ist auch gut so!

Und es ist auch normal, dass man andere Menschen mal enttäuschen muss.

Wie kann ich aus solchem Stress vorbeugen?

Wie gesagt: du musst nicht jeden Beliebtheits-Wettbewerb gewinnen. Und wenn du in eine Situation kommst, in welcher solche Sätze wie oben genannt in deinem Kopf herum schwirren, möchte ich dir einige Gedanken mitgeben, die dir helfen können.

5 Gedanken, die dir helfen können, deinen Stress zu reduzieren

Wenn du merkst, dass du dich wirklich stressen lässt und dein Gedankenkarussell mit dir „Schlitten“ fährt, dann denke an folgende Sätze:

1.) Ich darf kritisiert werden. Das steht den anderen zu.

2.) Ich darf aber auch selbst kritisieren. Und das steht auch mir zu!

3.) Ich hab das Recht meine ehrliche Meinung zu sagen. Und das beinhaltet auch ein „nein“.

4.) Ich sorge für mich und gehe drohenden Stress-Situationen bewusst aus dem Weg!

5.) Ich kann und will nicht für alle Menschen gleichermaßen da sein.

Wie ist das mit dir?

Bist du selbst schon in solchen Situationen gewesen, wo dich wer genervt hat? Du wolltest ihn aber nicht enttäuschen, deswegen hast du das ertragen.

Wie ist es dir dann gegangen? Warst du dann gestresst, weil dir die Zeit, die du in Sachen investiert hast, die du eh nicht wolltest, fehlt?

Passiert dir das immer wieder? Wie reagierst du drauf? Bist du der „Erdulder“, der sich seinem Schicksal ergibt und alles erträgt (ja, es gibt schon Momente, da muss man halt einfach durch, aber nicht immer!).

Ich habe mich vor langer Zeit schon dazu entschlossen, nicht allen Menschen alles Recht zu machen. Mit dem Freund, den ich eingangs erwähnt habe, hat sich der Kontakt auf Null reduziert. Und ehrlich gesagt: ich bin nicht traurig.

Lass dich nicht stressen und schütz dich so auch vor einem möglichen Burn-out!

Schreib mir unten in den Kommentaren, wie es dir so dabei geht. Es würde mich wirklich interessieren. Und was machst du, um „aus dieser Nummer“ raus zu kommen?

Inzwischen alles Liebe und bleib stark! 

Robert 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vielleicht interessiert dich auch ...

Allgemein

3 Fragen für nach Corona

Wie du mit 3 Fragen nach Corona weiter kommst. Orientierungslos im Jahr 2021? Beantworte diese 3 Fragen und du wirst ein Stück weiter auf deinem

Mach es!
Allgemein

Stress macht Angst!

Angst macht Stress und Stress macht Angst. Wie man aus diesem Kreislauf rauskommen kann ist das Thema dieses Beitrags. Jänner 2021 Die ganze Welt steht