Stressor

Als Stressor wird eine Belastung/eine Situation bezeichnet, die von außen einwirkt. In weiterer Folge kommt es zu einer Stressreaktion. 


Grundsätzlich können Stressoren in allen Lebenslagen und Situationen auftreten. Es gibt kein Leben ohne Stressoren, das braucht man sich auch nicht zu wünschen. Was man sich aber sehr wohl wünschen (und auch erlernen) kann, ist die richtige Reaktion auf Stressoren.


Beispiele für Stressoren:


  • Termin- und Zeitdruck (privat und beruflich)
  • Qualitativ und quantitativ zu hohe Ansprüche (Arbeitsplatz)
  • Lärmpegel/laute Nachbarn (das kann ein Dauer-Stressor sein)
  • Tod eines nahen Angehörigen
  • schwere Krankheit
  • Arbeitslosigkeit
  • Sinnfindung des Lebens
  • Kritik des/der Vorgesetzten
  • Spannung mit ArbeitskollegInnen


Die Liste könnte man sehr lange fortsetzen. Was ist Ihr Stressor? Nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit, nehmen Sie ein Blatt Papier, einen Stift und machen Sie sich Gedanken darüber und schreiben Sie diese auf. Ich empfehle Ihnen das wirklich schriftlich zu machen. Und nehmen Sie sich diese Zeit.

Persönliche Stressverstärker

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Stress ist für jeden Menschen etwas anderes. Jeder hat auch ein anderes Empfinden, was ihn eigentlich stresst. Nun kommt aber eine sehr wichtige Komponente dazu: wie bewerte ICH selbst diese Situation, die eingetreten ist? Bewerte ich die so, dass ich mich überfordert fühle? Die eigene Bewertung ist der größte Faktor des Stressempfindens!

Die Gründe dafür können vielfältig sein (Einstellungen und Werte, persönliche Motive, die dann eine entsprechende Stressreaktion auslösen, aber auch abschwächen oder verstärken können).


Beispiele für Persönliche Stressverstärker:


  • falsche Glaubenssätze
  • Ungeduld
  • Perfektionismus
  • Streben nach Anerkennung
  • Sicherheitswunsch …


Haben Sie Ihren Persönlichen Stressverstärker schon entdeckt?

Stressreaktion

Wie Körper und Geist (also physisch und psychisch) auf eine Stresssituation reagieren, bezeichnet man als Stressreaktion. 


Diese Reaktion bewirkt eine Vielzahl an Veränderungen. Der Sinn einer Stressreaktion ist, den Menschen handlungsbereit zu machen (also entsprechend zu reagieren). Zum Beispiel wird das Herz-Kreislaufsystem hochgefahren, die Atmung wird schneller, Muskeln spannen sich an usw. 

Die eigenen Gedanken spielen bei der Stressreaktion eine ausgesprochen große Rolle. 


Wenn die Gefahr vorbei ist, sollte die Stressreaktion wieder herunter gefahren werden. Sollte! 

Tut es aber nicht immer. Darin liegt auch die Problematik der heutigen Zeit. Unsere Stressreaktion (die Stressphase) dauert viel zu lange an und wird nicht durch Entspannung abgelöst bzw. unterbrochen!



DAS GLÜCK UNSERES LEBENS ...

... hängt von der Beschaffenheit unserer Gedanken ab.

Marc Aurel